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Home » Forum » Games » Medal of Honor » Medal of Honor 2010 Bericht


Medal of Honor 2010 Bericht
LE-Smoky
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Posts: 44
# 07.01.2011 - 12:28:47
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Medal of Honor sollte ein glorreicher Neuanfang der Serie und eine Kampfansage an Modern Warfare und Modern Warfare 2 werden. Im Singleplayer-Test zeigt sich: Das Afghanistan-Abenteuer ist nicht mehr als ein kurzer, durchschnittlicher Standard-Shooter.

Das neue Medal of Honor im Test bei PC Games. Seit dem mittelm??igen Airborne war es lange Zeit still um Medal of Honor. Es schien, als habe EA den Kampf um den Shooter-Thron mit dem Erfolg von Activisions Call of Duty: Modern Warfare vollends aufgegeben. Das diesj?hrige Medal of Honor sollte die Karten nun neu mischen. Unser Test zu Medal of Honor zeigt nun aber, dass kein gro?er Wurf dabei herauskam. Der Afghanistan-Shooter aus dem Hause Danger Close ist kurz, wirr und bietet zu wenig eigene Seele.

PRO

Vom Jeep aus zerlegen Sie dank aufmontiertem MG eine improvisierte Feindbasis. Vom Jeep aus zerlegen Sie dank aufmontiertem MG eine improvisierte Feindbasis. Kriegsatmosph?re
Medal of Honor bem?ht sich redlich, den Krieg in Afghanistan so realistisch wie m?glich abzubilden. Das funktioniert nicht immer. Aber in manchen Szenen bekommt man doch ein Gef?hl daf?r, was es hei?t, in diesem Land zu k?mpfen.

Immer wieder gibt der Shooter den Blick frei auf endlos erscheinende H?gelketten und Bergh?nge, in denen sich ?berall feindliche K?mpfer verstecken k?nnten. Nach und nach d?mmert es Ihnen, dass selbst eine so hochger?stete, technologisch ?berlegene Armee wie die amerikanische keine Chance hat, in dieser Region die ?berhand zu gewinnen. Und ab diesem Zeitpunkt werden Ihnen auch die Aktionen verst?ndlich, die Medal of Honor pr?sentiert. Das Bombadieren ganzer D?rfer, das Erschie?en Wehrloser, die Ein?scherung ganzer Landstriche - alles Taten der Verzweiflung. Schade nur, dass Medal of Honor diese zu wenig kommentiert. Dieser Kern, der im Grunde das st?rkste Argument f?r EAs Variante des modernen Krieges sein m?sste, geht im Soldaten-Patriotismus unter.

Ihre Kollegen sind stets an Ihrer Seite, kommentieren das Geschehen, jammern ?ber Gegenwehr und geben Ihnen Befehle. Das schafft dank guter Vertonung Atmosph?re. Ihre Kollegen sind stets an Ihrer Seite, kommentieren das Geschehen, jammern ?ber Gegenwehr und geben Ihnen Befehle.
Das schafft dank guter Vertonung Atmosph?re.

Sound-Kulisse
Technisch st?rkster Punkt bei Medal of Honor ist die Sound-Untermalung der Missionen. Die orchestrale Musik h?lt sich weitestgehend im Hintergrund und legt sich zwischen die Feuersalven wie weit entferntes Artillerie-Grollen. Besonders effektreich sind aber die Funkkonversationen zwischen den einzelnen Mitgliedern des Tier-1-Teams. Mit kurzen, schnellen Kommentaren geben Ihnen Ihre Kollegen Anweisungen oder machen Bemerkungen ?ber gerade Geschehenes.

L?uft der besagte Kamerad dabei gerade an Ihnen vorbei, h?ren Sie seine ?u?erungen nicht nur ?ber Kopfh?hrer, sondern gleichzeitig auch als Umgebungsger?usch. Es sind diese kleinen Details, die Ihnen bei Medal of Honor das Gef?hl geben, Teil eines echten Eingreifteams zu sein. Das Lob f?r die Synchronisation gilt sowohl f?r die deutsche Tonspur als auch f?r das englische Original, wobei letzteres etwas "originaler" klingt. Kleiner Faux-pas am Rande: Einige Samples wiederholen sich zu oft.

DIe Beendigung einer Geiselnahme geh?rt noch zu den spannendsten Momenten des Spiels. In Zeitlupe m?ssen Sie an der Geisel vorbei den Terroristen erschie?en. DIe Beendigung einer Geiselnahme geh?rt noch zu den spannendsten Momenten des Spiels. In Zeitlupe m?ssen Sie an der Geisel vorbei den Terroristen erschie?en. Solider Shooter-Kern.

Bei vielen Negativ-Punkten muss man Medal of Honor doch lassen, dass es einige spa?ige Momente und solide Shooter-Szenen liefert. In vielen Missionen schie?en Sie sich durch eine ?bermacht an Taliban, r?uchern Luftabwehrstellungen aus, verschanzen sich in H?userruinen oder k?mpfen sich durch verwinkelte D?rfer.

Waffen-Handling und Timing in den einzelnen Eins?tzen sind gut. Fast immer kracht es oder ein Feind st?rmt hinter einer Ecke hervor. Trotzdem l?sst Ihnen Medal of Honor einige ruhige Minuten zum Verschnaufen. Oft steigt die Spannungskurve zudem graduell ?ber eine Mission hinweg an. Au?erdem k?nnen Sie von Deckung zu Deckung schlittern oder Ihre Kameraden um Munition bitten. Das gibt Ihnen das Gef?hl, Teil eines Teams inmitten des Kriegs-Chaos zu sein.

CONTRA

Ab und an d?rfen Sie hinter ein Gesch?tz steigen und ordentlich die Sau rauslassen. Der Sinn dahinter erschlie?t sich nat?rlich nicht. Wozu auch? Ab und an d?rfen Sie hinter ein Gesch?tz steigen und ordentlich die Sau rauslassen. Der Sinn dahinter erschlie?t sich nat?rlich nicht. Wozu auch? Schlecht kaschiertes Moorhuhn-Geballer
Zwar liefert Medal of Honor im Grunde ordentliches Gameplay. Es f?llt allerdings viel zu oft auf, dass Entwickler Danger Close Ihnen einfach eine Millionen reichlich d?mmlicher Taliban entgegenwirft, die Sie dann im richtigen Moment wegklicken. Nat?rlich macht Call of Duty: Modern Warfare ?hnliches. Aber Actvisions Bombast-Ballerei wei? diesen Umstand sehr viel besser zu verschleiern als EAs Afghanistan-Ausflug. Beispiel: Ihr Tier-1-Team steht am Fu?e eines Berges und wartet auf Verst?rkung. Vom Berg herab kommen immer neue Taliban-Wellen, die teilweise mitten in Ihren Kugelhagel hineinlaufen. So harren Sie knappe f?nf Minuten aus, bis Helikopter zur Rettung erscheinen. Anspruch hat das keinen, Spannung auch kaum, selbst wenn zwischendurch eine Autobombe Ihre Deckung wegsprengt. Auch bei Missionen, die eigentlich Auflockerung in solch stumpfes Gameplay bringen sollten, scheitert Medal of Honor. Die schon in Trailern gesehene Helikopter-Mission verl?uft wie auf Schienen: Das Programm steuert den Heli, sie ballern einfach stumpf auf das unter Ihnen liegende Dorf, bis sich nichts mehr bewegt. Das war vielleicht beim Klassiker Rebel Assault noch spannend. Aber der erschien vor ?ber 15 Jahren und hatte noch den Star-Wars-Bonus. In Medal of Honor wirkt das einfach nur altmodisch.

Typisches Bild f?r Medal of Honor: Sie sehen die Feinde kaum Angesicht zu Angesicht sondern dirigieren aus der Ferne einen Luftschlag auf die Stellung der Gegner. Typisches Bild f?r Medal of Honor: Sie sehen die Feinde kaum Angesicht zu Angesicht sondern dirigieren aus der Ferne einen Luftschlag auf die Stellung der Gegner. Oft gleicher Missionsverlauf
Machen wir es kurz. Fast jede Mission in Medal of Honor verl?uft nach folgendem Schema: Zun?chst schleichen Sie durch einen Berghang. Dann geht irgend etwas schief und Sie m?ssen sich durch eine Horde Taliban k?mpfen. Und am Ende fordern Sie dann einen Luftschlag an, weil sonst nichts mehr hilft. Das mag vielleicht die Art sein, wie tats?chlich in Afghanistan Krieg gef?hrt wird. Aber der Abwechslung im Spiel ist es keinesfalls zutr?glich. Danger Close versucht, die Eint?nigkeit aufzubrechen. Zum Beispiel mit einer Passage, in der Sie mit einem Buggy durch die Bergh?gel brettern. Es w?re allerdings sch?n gewesen, wenn in dieser Passage auch WIRKLICH ETWAS PASSIEREN W?RDE! Leider zuckeln Sie einfach nur Ihrem Vorgesetzten hinterher zum n?chsten Einsatzort. ?de! Mit gut inszenierten Schleichmissionen, hinterh?ltigen Attacken und dem Gef?hl, wirklich hinter feindlichen Linien als Spezialagent zu agieren, h?tte Medal of Honor im Vergleich zu Call of Duty richtig punkten k?nnen. Aber diese Seite des Shooters blitzt nur wenige Male im Spielverlauf auf.

Keine KI
Ja, wir schreiben extra nicht "schlechte KI". Denn wie viele moderne Shooter hat der Einzelspieler-Part von Medal of Honor keine KI. Die Taliban poppen einfach irgendwann hinter einem Felsen auf und rennen Ihnen entgegen, meist direkt hinein in die Kugel, die Sie ihnen gerade entgegengefeuert haben. Man erwartet nur noch, dass einer der Turbantr?ger "Guckuck!" schreit, bevor er den L?ffel abgibt.

Diese Szene werden Sie ungef?hr 8 Millionen Mal im Spiel sehen. St?ndig warten Ihre Kollegen darauf, dass Sie irgendeine T?re auftreten. Diese Szene werden Sie ungef?hr 8 Millionen Mal im Spiel sehen. St?ndig warten Ihre Kollegen darauf, dass Sie irgendeine T?re auftreten.

Zu skriptlastig
Wie auch der gro?e Konkurrent Modern Warfare setzt Medal of Honor stark auf Skripts, um den Spielverlauf zu strukturieren. Dumm nur: Bei Medal of Honor lassen sich die Skripts teilweise umgehen. Laufen Sie zu schnell oder zu langsam, sterben Sie entweder unausweichlich, stehen auf einmal im R?cken der aufpoppenden Feinde oder das Spiel geht nicht vorran, weil ein Skript nicht ausgel?st wird.

Das wird besonders deutlich, wenn Ihre Kollegen mal wieder eine T?r aufbrechen wollen. Da stehen drei Elite-Soldaten vor einer Holzt?r und warten auf den vierten, damit dieser sie eintritt. Bleiben Sie stehen, passiert gar nichts. "Na und?", sagen Sie, "ist doch bei anderen Shootern genauso!". Stimmt. Aber exakt diese Szene setzt Ihnen Medal of Honor allein in den ersten paar Missionen gef?hlte 25 Mal vor. Als wollte man Sie mit Gewalt aus der Erz?hlung hinausrei?en und Sie mit der Nase darauf sto?en, dass hier getrickst wird.

Oftmals schleichen Sie mit Nachtsichtger?t durch die Gegend. Das setzt Danger Close ein, um zum einen, um Atmosph?re zu schaffen, zum anderen um einige h?ssliche Texturen zu kaschieren. Oftmals schleichen Sie mit Nachtsichtger?t durch die Gegend. Das setzt Danger Close ein, um zum einen, um Atmosph?re zu schaffen, zum anderen um einige h?ssliche Texturen zu kaschieren.

Kleinere Grafik-Probleme
Die Darstellung von weiten Landschaften, verschneiten H?geln und zerkl?fteten Bergh?ngen ist Danger Close gut gelungen. Auch die Beleuchtung ist in vielen Missionen spitze. Oftmals gl?ht ?ber Ihrem Team ein wei?er Vollmond, w?hrend Sie durch afghanische D?rfer schleichen. In der Nahdarstellung hat Medal of Honor aber einige Probleme.

Manche Objekte tauchen erst sehr sp?t auf, zudem sind viele Texturen bei n?herem Hinsehen verwaschen und detailarm. Andere dagegen sehen toll aus. Manchmal hat man das Gef?hl, die Entwickler haben es sich an einigen Stellen extrem einfach gemacht. So werden ist die Szenerie oft sehr dunkel oder Sie werden gleich angewiesen, das Nachtsichtger?t einzuschalten. Texturen, die man kaum sieht, braucht man wohl auch nicht sonderlich detailliert gestalten.

Die Zwischensequenzen des Spiels sind in grieseligem Videostil gehalten und k?nnen nur selten Spannung aufbauen. Die Zwischensequenzen des Spiels sind in grieseligem Videostil gehalten und k?nnen nur selten Spannung aufbauen.

Wirre Story
Nach den reichlich d?rftigen sechs Stunden Spielzeit werden Sie das Gef?hl haben, den Anfang eines Kinofilms oder einer Serie gespielt zu haben. Medal of Honor wirkt wie der Auftakt zu etwas. Da ist es schon bezeichnend, dass die letzten Worte der Hauptcharaktere sind "Das ist nicht das Ende! - Nein, das ist es nicht!" Man kann ja verstehen, dass der Neustart einer Serie auf jeden Fall Raum f?r eine Fortsetzung geben muss.

Aber im vorliegenden Spiel passiert kaum etwas, dass Ihnen im Ged?chtnis bleibt. Und es wird auch kaum etwas erkl?rt. Sie wissen, dass ein afghanischer Informant will, dass Sie die Taliban verscheuchen. Dann geht ein Team beim Einsatz im Bergland verloren, ein anderes eilt zur Hilfe, die Ereignisse ?berschlagen sich und irgendwo zwischendrin tauchen auch noch Tschetschenen auf.

Was Letztere dort zu schaffen haben wird nie thematisiert geschweige denn in die Story eingeflochten. Am Ende nehmen Sie mit, dass in Afghanistan rechtschaffende, loyale Soldaten auf die Weisung skrupelloser Politiker agieren. Patriotismus pur. Besten Dank!


(Quelle: www.pcgames.de)


Zuletzt modifiziert von LE-Smoky am 07.01.2011 - 12:30:35